Susanne G

Ich wählte das Bild obwohl der Zaun alt und morsch ist. Die Kapuzinerkresse blüht weiter. Kapuziner ziehen Läuse an. So ist es mir auch oft gegangen, dass ich Menschen anziehe, die mir wie Läuse nicht guttun. Aber ich habe es dann gesagt und bin dadurch ein Katalysator für andere. Ich konnte bei denen einen Lernprozess in Gang setzen. Kapuzinerkresse geht nicht so schnell kaputt. Ich kämpfe weiter, wenn es auch sehr schwer ist. Ich sehe die Blume blühen und denke, ich bin ein Optimist, ein fröhlicher Mensch. 

Jeder Tag ist eine Herausforderung. Oft mag ich einfach nicht mehr. Ich bin müde wegen der ganzen Traumabeschwerden und Erinnerungen.

Die Zuflucht ist für mich Hoffnung. Hoffnung, dass ich irgendwann einen Ort habe, an dem ich mich wirklich sicher fühlen kann. Wo immer jemand da ist, mit dem ich reden kann. Ich möchte mit Tieren arbeiten.

Bis es soweit ist, helfe ich mit, so gut ich kann. Ich kann stricken und nähen und auch wenn es schwer ist, gebe ich mein Bestes, jeden Tag etwas zu tun. Einen Tag nach dem anderen.

Vanessa U

Aus meiner persönlichen Erfahrung mit psychischen Erkrankungen und dem Studium der Sozialen Arbeit, weiß ich wie wichtig es ist einen Zufluchtsort zu haben.

In meiner Wahlfamilie zu der auch Stefanie und Marion gehören, habe ich einen solchen gefunden. Gleichzeitig wurde mir in der Beziehung zu Gott und in der Kirchengemeinde ein unterstützendes und liebvolles Zuhause geschenkt.

Als mir Stefanie von ihrer Vision der Zuflucht erzählte war ich ganz aufgeregt. Was für eine besondere und wertvolle Idee! Wann immer es die Zeit zulässt unterstütze ich die Zuflucht, weil ich meinen kleinen Beitrag dazu leisten will, dass auch andere Menschen einen sicheren Ort zum Heilen und Freisein finden können.